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19.08.2015

Berlin empfängt BACnet Roadshow mit offenen Armen

Ministerium bestätigt: „Wir brauchen verlässliche Protokolle wie BACnet“


In Berlin wurde die BACnet Roadshow mit offenen Armen empfangen. Anwender und Anbieter gaben am 16. Juni ein umfassendes Update zur universell vernetzten Gebäudetechnik mit BACnet (ISO 16484-5). Karl Heinz Belser, Vorstand der BACnet Interest Group Europe (BIG-EU), ordnete Berlin – nach Seattle, Abu Dhabi und Warschau – in den Fahrplan der Roadshow ein und begrüßte die Deutsche Bundesbank als 120. Mitglied. Vom Richtfest für das Berliner Schloss reichte das Themenspektrum bis hin zu Future Directions in der BACnet-Standardisierung.

 

Peter Rathert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wies auf die Bedeutung der Gebäudeautomation für die Erfüllung energie- und klimaschutzpolitischer Ziele der Bundesregierung hin: „Um die Energiesparvorgaben in Gebäuden zu erfüllen, brauchen wir die Gebäudeautomation und verlässliche Protokolle wie BACnet.“ Zum 10-jährigen Bestehen als ISO-Standard bestätigte die Roadshow in Berlin den Trend zu offenen Systemen in der Gebäudeautomation. Nach der ersten Anwendung in den Berliner Parlamentsbauten ist und bleibt Berlin mit seinen zahlreichen Bauvorhaben ein BACnet-Zentrum, hieß es aus Planerkreisen.

Berliner Schloss: Exklusive Einblicke in die Gebäudetechnik 

Zwei Tage nach dem Richtfest gewährte Thomas Herrmann von der Stiftung Berliner Schloss Humboldtforum exklusive Einblicke in die Gebäudetechnik des Berliner Schlosses. Thomas Witt vom Berliner Unternehmen Kieback&Peter zeigte, wie Systemintegration mit BACnet in der Praxis funktioniert. Am Beispiel des Brandenburger Landtags belegte Torsten Klein von der GFR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung, dass sich auch komplexe Funktionen benutzerfreundlich darstellen lassen.

Dusko Lukanic-Simpson von Delta Controls beschrieb, wie BACnet weit über die HLK-Technik hinaus ein Erfolgsfaktor für nachhaltige Gebäude ist. In seiner funktionalen Breite erfüllt das Protokoll alle modernen Anforderungen bis hin zum Energiemonitoring und zur Sicherheitstechnik. Christian Müller, Honeywell Building Solutions, erklärte die hohe Eignung von BACnet in der Energieeffizienz, etwa beim Überwachen und Messen im Performance Contracting.

Dass BACnet ein Garant für Fortschritt ist, bestätigte eines der jüngsten BIG-EU Mitglieder. Sean Boden von Danfoss präsentierte mit dem neuen digitalen Stellantrieb eine neue Verbindung von Gebäudeautomation und Hydraulik mit BACnet. Anwendungen an der Schnittstelle zu anderen Standards zeigten Graham Martin, EnOcean, und Mattias Damm, OPC Foundation.

Zwölf Arbeitsgruppen bestimmen Future Directions 

Ein Highlight war der Vortrag über Future Directions von Christoph Zeller, Leiter der BIG EU Arbeitsgruppe Technik. Ob Smart Grids, Aufzüge, Anschluss an vorhandene IT-Technologie oder sich selbst beschreibende Geräte, in aktuell zwölf Arbeitsgruppen passt das Standardisierungskomitee den BACnet Standard an künftige Bedarfe an. 

Die Roadshow in Berlin bestätigte BACnet mehr denn je als nachhaltigen Standard einer unabhängigen, effizienten und erweiterbaren Gebäudeautomation. Auch im Herbst bleibt die Hauptstadt im Fokus von BACnet. Zu ihren Herbstmeetings hat die BIG-EU vom 21.-22. September nach Berlin eingeladen.